Samstag, 17. August 2019

Palenque Tag 1

Seit wir in Mexico sind, war es ein riesengrosser Wunsch, nach Palenque zu reisen, da sich hier die angeblich schönsten Mayaruinen befinden.
Dank günstiger Flüge haben wir uns selbigen erfüllt. Für 3 Tage waren wir übers Wochenende dort.
Der Staat Chiapas ist in weiten Teilen ein tropisches Gebiet mit viel Dschungel- dementsprechend sind auch die Temperaturen. Es hatte ca. 35 Grad (jaja, kann man in Deutschland nur lachen, ich weiss) bei ca. 90 % Luftfeuchte. Selten so geschwitzt...

Das Hotel Misión befindet sich am Rand der modernen Stadt Palenque. Der Hotelgarten grenzt direkt an den Dschungel. Das hatte den wunderbaren Effekt, dass sich bereits hier unverhofft viele exotische Tiere quasi vor der Zimmertüre getummelt haben.

Zunächst einmal haben wir aber in aller Frühe die Pyramiden besichtigt. Um 8 Uhr waren wir so ziemlich die ersten in der Zona Arqueólogica. Und alle Erzählungen haben sich bestätigt.
Die Pyramiden sind definitiv um-wer-fend!

Fotos unten:
Der Templo de las Inscripciones, das höchste Gebäude und wohl eines der bedeutensten Grabmonumente auf dem amerikanischen Kontinent. Hier wurde Pakal, einer der bedeutensten Herrscher des antiken Palenque, beigesetzt.



Wir haben den schweisstreibenden Aufstieg auf den Templo de la Cruz gewagt. Ca. 1.400 Jahre liegen da sozusagen unter uns und der Ausblick von oben ist atemberaubend:



Hier auf dem Foto nicht zu erkennen, aber oben ist ein wenig noch von der roten Farbe übrig, mit der die Gebäude angemalt waren.

Es sind doch einige der Gebäude aufgrund von Ausgrabungsarbeiten abgesperrt. Aber auf die meisten darf man rauf oder rein.
Über und um den Tempelanlagen liegt Urwald, wobei man da auch ab und an Tukane drüber fliegen sieht.

Weiter ging es abwärts durch den Urwald wobei mir da spontan eines meiner Lieblingsgedichte von Heinz Erhardt durch den Kopf ging:

Ich geh im Ur-Wald vor mich hin-
wie schön, dass ich im Ur-Wald bin.
Man kann im Ur-Wald herrlich wandern,
ein Ur-Baum steht dort neben dem andern.
An jedem Ur-Baum, Blatt für Blatt,
hängt Ur-Laub-
schön wenn man ihn hat.

Im Baño de la Reina darf  man leider nicht baden... buhuuu!!!





Irgendwann sind wir umgekehrt, um den Rest der Tempelanlage zu besichtigen. 
Aaaaaaber..... gehofft haben wir's ja auf jeden Fall, aber dass wir sie tatsächlich hören, war ein Grund wieder umzukehren:



Hier im Dschungel leben Brüllaffen. Man kann sie in den frühen Morgenstunden hören.
Und für die Rubrik "unnützes Wissen": Sie waren die Stimme vom T-Rex in Jurrasic Park.

Nach 2,5 h waren wir wieder zurück im Hotel. Da mussten wir dann erst mal alles sacken lassen.
Aber nachmittags konnten wir dank der besagten Dschungelnähe dann diese Bilder machen:

Eine ganze Brüllaffengruppe war da z. T. mit ihren Jungen nur 5 m über uns in einem Baum unterwegs.
Nach unserer bescheidenen Wikipediarecherche müsste es sich hier um Guatemala-Brüllaffen handeln.
Zwei von ihnen haben Zweige abgebrochen und auf uns fallen lassen. 
Raum für Interpretationen... aber doch ein zutiefst menschliches Verhalten irgendwie 😉🙊






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