Donnerstag, 9. Januar 2020

25.-28.12.2019: La Habana

Ein langgehegter Traum wurde für mich wahr: KUBA

Am 25. Dezember ging's von MX City aus los zum 3 Flugstunden entfernten La Habana, wie die Kubaner sagen.
Diese Reise war nur zum Teil "vororganisiert", was ja normalerweise nicht unserem Naturell entspricht.
In Havanna haben wir uns in ein Casa Particular, also in einer Privatwohnung, eingemietet. Da wir aber schon in MX mit 2 h Verspätung losgeflogen sind, musste die Schlüsselübergabe telefonisch organisiert werden. Auf spanisch. Da fühlt man sich dann so wie ein Ausländer in D, den man in Richtung Albra aussetzt. 
Was dann am Flughafen gleich auffiel, Kubaner sind unglaublich und auffallend freundlich (vorallem wenn man mit Kind reist) und hilfsbereit. So hat mir die Dame von der Info ihr eigenes Handy geliehen, um die Vermieterin anzurufen. Hat also schon mal geklappt. Die Wohnung lag in Habana Vieja, dem wirklich ältesten Teil der Stadt.
Für 5 Pesos pro Person haben wir dann auch noch jeden Tag Früstück bekommen. Da gibt es dann einfach das, was es gibt: Frisches Obst, Omelette, Weissbrot und café con leche. Supermärkte, wie wir sie aus Mexiko oder Deutschland kennen, sind Mangelware. Es gibt kleine Läden (mit Theke, an der man bedient wird) oder Märkte, und da ist das Angebot eben begrenzt.




Am 26. sind wir dann also morgens mal in Richtung Zentrum marschiert.
Und der Lonley Planet hatte mal wieder so recht. Havanna ist unglaublich schön und ursprünglich, wenn auch in teilweise heruntergekommen. Aber es sind auch Häuser sehr schön und liebevoll restauriert. Jedem Klischee entsprechend fahren die alten Strassenkreuzer überall herum.
Ein Spaziergang durch Habana Vieja ist wie durch einen Dachboden stöbern, auf dem es lauter Schätze zu finden gibt.





Musik gibt es an jeder Strassenecke. Und meistens live. Grossartig! Da schlägt mein immer noch vorhandenes Salsa-💓 höher.
Irgendwann haben wir dann aufgehört mitzuzählen, wie oft wir den Gassenhauer schlechthin "Comandante Che Guevara" gehört haben.

Städtetour mit Kind ist nicht einfach. Daher haben wir miteinander ausgemacht, dass wir immer mal ein wenig laufen, aber dann auch Kinderprogramm einstreuen. Z. B. ein Spielplatz. Da waren dann nur Kubaner und nachdem ich's dann auch verstanden hatte, musste ich für den Eintritt erst mal die Pesos Convertibles (harte Touri-Währung) in Monedas Nacional (die 2. Währung) umtauschen. 
Egal, schön zu sehen- Völkerverständigung klappt bei Kindern immer.


Auf der Plaza de Armas beeindrucken Kanonen die einen...


 ...Fahnen in Bars wiederum die anderen.


Im Floridita soll der Daiquiri erfunden bzw. durch Hemingway bekannt geworden sein (er soll da mal 14 Stück getrunken haben). Leider war es da so brechend voll, dass wir es vorzogen in Sichtweite in einer Bar selbigen zu uns zu nehmen. Positiver Nebeneffekt: Pause und....... WIFI! Das war dann auch was für Isabella, die momentan auf den rosaroten Panther steht.
Ja, Internet ist auf Kuba immer noch Mangelware. Eine interessante Erfahrung nicht nur für uns, sondern auch für den Nachwuchs ;-)



Languste als Abendessen und Daiquiri-Absacker auf der Plaza de la Catedral und mit dem Oldtimertaxi zurück in unsere Unterkunft.


Mit dem Oldtimertaxi sind wir dann tags darauf  auch zur Partagas Zigarrenfabrik gefahren, aber die Arbeiter waren in den wohlverdienten Weihnachtsferien, daher keine Führung. Dafür dann nochmals nach Havanna Vieja und ins Havana Club Museum...


...und zum Glück sind die Kubaner nicht so blöd wie die Amis in der Jack Daniels Distillery. Hier gibt's kein Dry County und daher am Ende auch eine wohlverdiente Kostprobe.


Das grosse Fort auf der anderen Seiten der Bucht, ist zu gross, um mal nur eben hin zu gehen. Nächstes mal dann. Daher haben wir uns das Castillo de la Real Fuerza angesehen. Eine richtige Trutzburg, von den Spaniern im 16. Jh. errichtet, nachdem u. a. Piratenüberfälle überhand genommen hatten. Von Kuba aus wurde das geraubte Silber aus Peru und Gold aus Mexiko nach Spanien verschifft. 
Dazu besser keinen Kommentar.


Im Castillo selber gibt es u. a. ein tolles, riesiges Modell eines gigantischen Segelschiffes, natürlich viele, viele Kanonen und eine Schatzkammer. Da darf man leider nicht fotografieren, und 2 Damen passen auf, dass das auch eingehalten wird. Diese hat unsere Isabella auf spanisch dann mal so nebenbei in ein Gespräch verwickelt ;-)


Und einfach nochmal ein Foto weil es so schön ist:



















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