Eigentlich sollte es ja mit DEM nach Trinidad gehen:
... aber angeblich war was kaputt, und daher sind wir die 350 km dann mit einem modernen Auto gefahren. Egal. Hauptsache, es ist überhaupt jemand da, was nicht selbstverständlich ist. Aber dazu später mehr.
Natürlich hätte man auch mit dem Bus von Víaazul fahren können. Aber da hatte der Lonley Planet dieses mal nicht recht. Man hätte viel früher buchen müssen- alles voll. Daher blieb uns nichts anderes übrig, als mit dem Taxi zu fahren.
Unser Fahrer hat nicht den kürzeren Weg über Cienfuegos genommen, sondern ist kurz vor Santa Clara abgebogen (in dem Kaff ist übrigens Che Guevara beigesetzt)
Die einzige Autobahn im Landesinnern ist lotterleer.
Und die Autobahnraststätten heissen praktischerweise nach dem Kilometer, den sie von La Habana entfernt sind.
Übrigens- Sicherheitsgurte sind echt überbewertet... Augen zu und durch. Die Sitzerhöhung haben wir daher mal schön im Koffer gelassen.
Wie gesagt, die Route war nicht die direkte, aber dafür landschaftlich sehr schön, auf ca. 900 m Höhenmeter und mit Blick auf Topes de Collantes und den omnipräsenten Ernesto.
An einem kleinen Stand gab es frisches Obst und zum ersten mal haben wir Kakaofrüchte gesehen (die kleinen Dinger davor ist Kurkuma) Die Schokolade auf dem Bild unten war sehr lecker und wurde dort selber gemacht.
In Trinidad selber waren wir im Hotel Las Brisas, wunderbar und direkt am Strand.
Der Strand war sehr schön und das Wasser glasklar. Grossartig zum vorlesen, schnorcheln, gucken, und schwimmen. Leider haben wir im Eifer des Gefechts am Abreisetag die GoPro vergessen. Sonst hätte ich glatt ein Foto vom Miniriff und Seestern gemacht.
Isabellas Liebling war ein kleiner Welpe. Der war wirklich noch arg klein... Aber es gab ausser uns zum Glück noch eine Menge anderer Touristen, die Wasser und Futter besorgt haben. Hätten wir ihn in Mexiko gefunden, wahrscheinlich wären wir schwach geworden.
Am Silvestertag sind wir dann mit einm Taxi nach Trinidad reingefahren. Genauer gesagt mit einem Oltimertaxi, denn unsere wahnsinnig nette Fahrerin hatte einen asbachuralten LADA. Ein total klappriges Modell aus Sowjetzeiten, das stinkt wie die Kärren eben früher gestunken haben.
Trinidad ist eine etwas verschlafene, wunderbar erhaltene und sehr ursprüngliche Kolonialstadt und UNESCO Weltkulturerbe. Vor 200 Jahren muss es schon ganz genauso ausgesehen haben. So prägen neben wenigen moderneren Autos eben auch Oldtimer und Kutschen bzw. Reiter. das Stadtbild.
Zum Sonnenuntergang muss man unbedingt auf den Turm des Museo Histórico Municipal rauf.
Und dann noch zum Abschluss auf eine Dachterrasse mit toller Liveband und einem lecker Chanchánchara. ¡Salud!
Den Jahreswechsel haben wir zusammen mit vielen Kubanern im Hotel verbracht.
Und den Urlaub haben wir am Neujahrstag mit einem Sonnenuntergangsfotoshooting ausklingen lassen.
Am 2 Januar sollte es dann morgens um 9 Uhr nach Havanna zurück gehen. Wer nicht da war.... Trommelwirbel... der mündlich beauftragte Taxifahrer.
Aber in Kuba ist ja vieles spontan. Ganz zufällig stand irgendein Typ vor dem Hotel, der behauptet hat, er könne jemanden organisieren, der uns nach Havanna bringt. Genauer gesagt könne er uns nach Cienfuegos bringen, wo wir dann in ein anderes Auto für die restliche Fahrt umsteigen.
Tja. Man muss spontan sein. Da wir im Laufe des Tages irgendwie zum Flughafen mussten, konnten wir es uns nicht leisten diese Reisemöglichkeit auszugeschlagen.
Es hat sich dann während der Fahrt durch Trinidads Innenstadt herausgestellt, dass es noch gar keinen 2. Fahrer gab! Den hat er in gefühlt 200 Telefonaten erst mal organisiert...
Ca. 1 h ging es dann überland nach Cienfuegos, in einem..... LADA! Irgendwann ist man high bei den Abgasen. Aber wir haben alle samt Gepäck reingepasst. Reisen wie vor vielen Jahrzehnten.
Nach dem 199. Telefonat war dann alles geklärt. Es gab ein 2. nicht ganz so schraddliges, goldangesprühtes Auto nach Havanna!!! Gewissermassen war das dann auch eine Fahrt mit Oldtimertaxi.
Der Rest hat reibungslos geklappt und um Mitternacht waren wir dann ENDLICH wieder in Puebla.





























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