Sonntag, 23. Februar 2020

18. - 21. Februar: El Pescadero/ Todos Santos

Ursprünglich wollten wir ja, wie alle, nach Cabo San Lucas. Zum Glück hat uns aber Booking.com ein Hotel ca. 56 km vom Stadtzentrum vorgeschlagen. Das ist ja mal gar nicht das, was so wir uns so immer aussuchen. Und ausserdem haben wir uns ein kleines Dörfchen, kurz unterhalb von Todos Santos, vorgestellt.
El Pescadero aka Los Cerritos ist kein Dorf.
Es ist ein per Sandpiste erreichbares Surferparadies, eine zwischen Kakteen platzierte Ansammlung von Bungalows, Zelten, Wohnwagen etc. Ein ziemlich entspanntes Surfervölkchen ist hier am Pazifik auf der Suche nach der perfekten Welle und nicht wenige haben sich hier wildcampend häuslich niedergelassen.

Da nicht viel los, gibt's auch einige Stelzenläufer zu beobachten:



Und ca. 5 min Fussweg vom Strand  lag unser wunderbares, klitzekleines Hotel Olas de los Cerritos mit nur 8 sehr geräumigen Zimmern mit Küche. Herrlich individuell!!! Hier kann man für umme Sonnenschirme, Stühle, Bodyboards, Surfbretter oder Fahrräder ausleihen.
Inmitten ist ein toller Pool mit Jacuzzi und es gibt ein richtig originales mexikanisches Frühstück.



Am 19. sind wir in Richtung Cabo San Lucas/ San Jose del Cabo aufgebrochen. Nach ca. 1.5 h Fahrt kamen wir unweit eines Yachthafens an. Sah alles teuer und exclusiv aus.
Aber wie immer- wir haben einen Anbieter gefunden, der uns halbwegs günstig (im Nachhinein war das auf die 4 Stunden verteilt die günstigste Tour) ganz privat von San Jose del Cabo bis zum Arco de Cabo San Lucas und wieder zurück gefahren hat.

Auch hier gibt es eine Vielzahl an Grauwalen. Allerdings muss man sie schon suchen. Hier im Mar Cortés ist mehr Platz und man sieht sie eher von weiter weg.
Wenn man, wie entlang der spanischen Küste, aufs Zugebaute steht, ist man hier genau richtig und kann vom Hotelzimmerbalkon aus mit Feldstecher ohne Bootstour Grauwale beobachten.

Aber das wäre nix für uns. Der Vorteil von privaten Touren ist, dass sie eigentlich nur geringfügig mehr kosten (wenn überhaupt) und man dann dem Bootsführer sagen kann, wohin er bittschön fahren soll. Abgesehen davon sitzen nicht 25 andere Leute im Weg. Hat was, wenn man per Spiegelreflex Fluken jagt.


So kommt man dann auch noch so ganz nebenbei in den Genuss von Seehund on the Rocks am berühmten Felsenbogen von Cabo San Lucas.



Ausserdem gab es einige wunderbare Flukenbilder (Die gibt es nur wenn der Wal quasi Anlauf nimmt und dann für längere Zeit tief abtaucht. Die Tiefe hier ist ca. 200 m. Beobachten kann man ihn dann halt nicht mehr so schnell)


Und wir durften ca. 20 Minuten eine Grauwalmutter mit ihrem Kalb begleiten. Beide sind ganz entspannt neben unserem Boot hergeschwommen und kamen alle 2 Minuten zum Luft holen an die Oberfläche.
Wie man auf den Fotos sehen kann, ist die Rückenflosse des Muttertieres irgendwann schwer verletzt worden, wahrscheinlich von einer Schiffsschraube 😢



Grossartiger Gänsehautmoment war für uns Unbedarfte auch der Moment, als beide in ca. 1.5 m Entfernung und 3 m Tiefe neben unserem Boot hergeschwommen sind. Durch das an sich glasklare Wasser konnten wir beide gut sehen. Unser Bootsführer fand das nicht wirklich witzig und hat in einer Hauruckaktion das Boot ganz schnell 90° zur Seite gelenkt. Wer weiss was passiert, wenn so ein Wal beim Auftauchen ans Boot stösst...


Da Isabella die Bootstouren schon sehr geduldig mitmacht, haben wir den darauffolgenden Tag ganz nach ihrem Geschmack gestaltet:
Pool, Strand, vorlesen etc...










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