Sonntag, 23. Februar 2020

21. - 22 Februar: La Paz

Für den 21. Feb hatten wir doch tatsächlich frühzeitig eine Tour vorgebucht. Die einzige Reservierung, um gegen 8 Uhr morgens ein Boot in Richtung Walhaie vor La Paz zu begleiten. Und genau diese Tour, obwohl renommierter Anbieter, wurde tags zuvor abgesagt.
Das macht uns aber erst mal nichts. Wir sind ganz entspannt (anstelle von 6 Uhr losfahren) irgendwann in Richtung La Paz gefahren. Dort im Hotel angekommen, haben wir dann erfahren, dass die meisten Boote viel früher aufbrechen und es wahrscheinlich ganz schwierig sei, noch jemanden zu finden.
Tja. Hilft ja nix, wir sind in Richtung Hafen gelaufen.
Und wie es der Zufall so will sind wir da auch gleich an eine nette Dame geraten, die mitbekommen hat, dass wir eine Bootstour machen wollen. Sie hat uns dann zu einem relativ verratzten Strandabschnitt geschickt, wo tatsächlich Antonio auf uns gewartet hat. Für viel weniger als die Agentur-Touren haben wir einen supernetten Bootsführer mit Guide mal wieder für uns gehabt.


Das Prozedere für Schnorcheln mit Walhaien ist kompliziert. Man braucht einen zertifizierten Guide, muss einen Checkpoint passieren, bekommt ein Armbändchen und dann darf das Boot das Areal der Walhaie, die sich im Übrigen ganz nah an der Küste vor La Paz in den Wintermonaten aufhalten, reinfahren. Hier wird strikt kontrolliert, dass nur eine Anzahl von wenigen Booten einfährt. Das ganze wird von einer Vigliancia überwacht und koordiniert.


Während wir an einem einsamen Strandabschnitt gewartet haben, gab es fürs Kind Süssigkeiten und Apfelsaft von Antonio und für uns grossartige Muscheln, die wir ganz nebenbei mal so unerwartet gefunden haben und in unsere mittlerweile recht grosse Sammlung integriert haben 😛

Und dann ging es los.
Auch für mich, die Angst vor offenem Wasser und Fischen hat.


Neoprenanzug ist Pflicht und auch sinnvoll bei dem relativ kühlen Wasser.

Man sieht irgendwann vom Boot aus Schatten im Wasser. Sehr grosse Schatten....


Und dann heisst es "Taucherbrillen auf" und rein!

Das Wasser ist nur wenige Meter tief, den Grund kann man aber nicht sehen. Ausserdem sieht man nicht wirklich weit. Und so taucht aus dem Nichts ein Walhai auf...
Die Dimensionen sind unbeschreiblich!!!


Sie nehmen uns Menschen nicht gross wahr und ziehen einfach vorbei. Walhaie sind für Menschen grundsätzlich ungefährlich. Aber sie haben halt Ausmasse wie ein Bus. Und ausserdem eine Haiform. Und sind WUNDERSCHÖN!



Und wenn man Angst hat, vergisst man das in dem Moment, wenn sie ganz ruhig mit einem Schwarm an kleinen Fischen im Schlepptau an einem vorbeischwimmen.

Abermals ein Gänsehautmoment schlechthin.....

3 mal sind wir ins Wasser und gemeinsam mit dem Guide mitgeschwommen.


Und als ob das noch nicht genug wäre, sind wir in Richtung San Rafaelito, um dort noch mit Seehunden zu schwimmen.






Darunter haben wir uns nicht so wirklich was vorstellen können. Aaaaaaber.... hier gibt es nicht nur Seehunde, denen unsere Anwesenheit nichts ausmacht, sondern auch ein grossartiges Korallenriff, das wir nicht erwartet haben und uns genauso fasziniert hat wie die Seehunde selber:










Ein unglaublich gigantischer, toller, schöner letzter Auflug 😍

Nach Baja California werden wir auf jeden Fall nochmal reisen!




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